Virtualisierung

Lange Zeit habe ich mir gedacht Virtualisierung ist nichts für mich.

Doch dann nahm die Zahl der Anwendungen zu, und ich wollte nicht alles auf einem Server abbilden. Und immer mehr Hardware kaufen, das kanns ja auch nicht sein. Schließlich schläft der Teufel nicht, und was ist, wenn tatsächlich, trotz aller mir zugänglichen, auf open source basierenden Sicherheitsvorkehrungen einmal nicht ziehen.

Möglichkeiten der Virtualisierung gibts in der Zwischenzeit zwar nicht wie Sand am Meer, jedoch mehrere kompetitive, die auch von einem halbwegs bewanderten Admin wie mir komfortabel bedient werden können.
Doch nicht alle sind „free of charge“. Zumindest nicht mit den Funktionen, die mir ein Anliegen sind.

Alle M$ Virtualisierungsmethoden und -Dienste fielen für mich einmal flach. Ich habe keinen M$ Server laufen, und will dafür auch keine Lizenz erwerben.

Einige Zeit habe ich mich mit VirtualBox gespielt, ist aber nicht aber nicht ansprechend. Es bietet mir einfach zu wenige Möglichkeiten.

Mit VM Ware hatte ich einige Zeit auch dienstlich zu tun, bietet sicher viele Möglichkeiten, letztendlich, um das ganze Spektrum abbilden zu können brauch man die kommerzielle Version des ESX Servers, und ich will meine Server, wie oben schon erwähnt, ja ohne Geld dafür berappen zu müssen realisieren.

So blieb mir, und ich muss sagen, ich bereue diese Entscheidung nicht, die open source Version den Xenservers 6.5. Ich hatte schon meine Erfahrungen mit dem Xenserver 6.2, und war von Anbeginn (ab Beta1) dabei.
Die Installation auf meiner Hardware war, trotzdem sie nicht auf der HarewareComplatibilityList (hcl.wenserver.org) vermerkt ist, stets Problemlos. Alles wurde erkannt, es war nie notwendig irgendwelche selbst gebastelten, oder aus dem Web von wem anderen programmierte, zusätzliche Treiber zu installieren.
Xenserver.org liefert auch stets Upgrades aus. Der Upgrade von der Beta4 auf den Final Release brachte mich zwar kurzzeitig ins Schwitzen, jedoch, wie das Sprichwort sagt, die Zeit heilt wunden. Er war einfach noch nicht fertig.Der Servicepack 1 war ratz fatz implementiert. Ab diesem wird jetzt auch theoretisch Windows 10 unterstützt, und weiters theoretisch, da ich diese Funktion nicht nutze (nicht open source), die Virtualisierung von div. Linuxdesktops. Dafür habe ich eine andere Lösung, die uu. auch für Unternehmen interessant sein könnte. Das Zauberwort heißt X2Go, doch dazu in einem zukünftigen Artikel.

Der XenServer selbst läuft auf einem abgespeckten CentOS, die Verwaltung der einzelnen Komponenten ist über UUIDs abgebildet, die in sich mehr als verschachtelt sind. Wer also, im Fall eines Problems, irgendwas wieder herstellen muss, der sollte schon Erfahrung mit physikalischen und virtuellen Ressourcen etwas anfangen können. Sollte diese nicht der Fall sein gibt es noch immer Spezialisten (wie mich 😉 ), die an dieser Stelle gerne hilfreich eingreifen, und das System wieder zum Laufen bringen.

Der vl. einzige Nachteil des Xenservers, der nicht unbeleuchtet bleiben sollte, ist die Administrationsoberfläche, sprich des XenCenter, welches nur als Windows Programm zur Verfügung steht. Ja, es gibt eine offene Version für Linux, doch diese bietet nicht all diese Funktionen, die der native Client sehr komfortabel bietet. Aber es gibt ja auch nicht die gute alte Konsole, mit der sich auch alles auf der Command Line erledigen lässt.